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Matinée; Sonntag, 17. April 2005; 11.00 Uhr; Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010 Wien |
DIE KUNST FERNZUSEHEN OHNE ZU VERZWEIFELN Der öffentlich-rechtliche Auftrag und sein Ende
Heide Schmidt
im Gespräch mit
Peter Huemer, Friedhelm Frischenschlager und Anna Mitgutsch
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Natürlich lässt sich's auch ohne Fernsehen gut leben. Individuell. Für die Gesellschaft aber spielt dieses Medium eine eminent einflussreiche Rolle: als Informant, als Meinungsmacher, als Unterhalter, als Kulturträger. Nicht nur UnternehmerInnen wissen genau, warum sie Millionen Euro in die Fernsehwerbung investieren, vor allem die Politik weiß, dass das Ausmaß der Macht über das Fernsehen das Ausmaß an Einfluss auf die WählerInnen bestimmt. Das Spektrum der Möglichkeiten ist groß und nicht auf politische Sendungen beschränkt. Auch der Unterhaltungssektor ist geeignet, Botschaften zu verbreiten, Mentalitäten zu prägen, zur Intellektualisierung oder Banalisierung der Gesellschaft beizutragen, insgesamt also ein Klima herzustellen, Entwicklungen zu verstärken oder zu bremsen. In Demokratien wird versucht, mir einem ‚öffentlich-rechtlichen Auftrag' dem Medium politische Unabhängigkeit und intellektuelles Niveau ab- und zuzusichern. Was, wenn dieser Auftrag seinem Ende zuginge?
PETER HUEMER: Journalist und Historiker; 1969-2002 Mitarbeiter in der Dokumentationsabteilung des öst. Fernsehens und beim Rundfunk, u.a. ‚teleobjektiv', ‚Club 2', ‚Im Gespräch'. Zahlreiche Publikationen; Auszeichnungen und Preise für die wissenschaftliche und journalistische Arbeit, zuletzt Staatspreis für Kulturpublizistik.
FRIEDHELM FRISCHENSCHLAGER: Politikwissenschafter; für die OSZE im Kosovo für Medienaufbau zuständig, davor für Demokratisierung; davor Mitglied im ORF-Kuratorium; Abgeordneter zum Nationalrat; Mitglied des Europäischen Parlaments; Bundesminister für Landesverteidigung; 1993 Mitbegründer des Liberalen Forums; zahlreiche Publikationen.
ANNA MITGUTSCH: Schriftstellerin; bis 1985 literaturwissenschaftliche Laufbahn an der Uni Innsbruck, in England, Südkorea und viele Jahre an Colleges und Universitäten in den USA. Freischaffende Schriftstellerin, Autorin von Essays und sieben Romanen, zuletzt "Haus der Kindheit" (2000), "Familienfest" (2003). Ihr Werk wurde mit renommierten Preisen ausgezeichnet.
HEIDE SCHMIDT: Vorstandsvorsitzende des IOGE; 1990-99 Abgeordnete des Nationalrates, Klubvorsitzende und Bundessprecherin des Liberalen Forums seit dessen Gründung 1993; davor Funktionen in der FPÖ. Davor Volksanwaltschaft und Bundesministerium für Unterricht und Kunst.
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